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MOBILITÄT

Im Handlungsfeld Mobilität dreht sich alles um unsere Fortbewegungsgewohnheiten: können kurze Strecken öfter mal mit dem Fahrrad anstatt mit dem Auto zurückgelegt werden? Fahren andere Menschen eine ähnliche Strecke zur Arbeit, sodass wir Fahrgemeinschaften bilden können?

Das Erzbistum Köln hat als großer Arbeitgeber rund 3000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Es liegt in der Verantwortung des Erzbistums, gute Rahmenbedingungen für eine nachhaltigere Mobilität aller Mitarbeitenden zu schaffen und sie bei einem aktiven Bewusstseinswandel zu unterstützen. Ob das das Anbieten von E-Bikes und Jobtickets oder die Umstellung der Dienstwagenflotte auf nicht-fossile Antriebstechniken ist: Hier stellen wir dir vor, welche Maßnahmen das Erzbistum Köln diesbezüglich umsetzt.  

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ANGEBOTE AUS DEM BISTUM

Momentan besteht die Dienstwagenflotte des Erzbistums Köln überwiegend aus Autos mit fossilen Antrieben (Benzin und Diesel). Das soll sich ändern, indem auf nicht-fossile Antriebstechniken umgestellt wird. Da Elektroautos nur durch zuverlässige Lademöglichkeiten sinnvoll genutzt werden können, wird eine Infrastruktur mit Ladesäulen für E-Autos aufgebaut. 

Die Mitarbeitenden werden durch attraktive Alternativangebote motiviert, auf umweltfreundliche Verkehrsmittel zurückzugreifen – auf den öffentlichen Personennahverkehr durch Jobtickets und auf Fahrräder durch die Zurverfügungstellung von normalen Fahrrädern und E-Bikes. Ebenfalls besteht die Möglichkeit, über den Dienstgeber Pool-Fahrzeuge zeitweise auszuleihen. 

Sollten aufgrund von weiten Strecken Flugreisen für das Dienstgeschäft nicht vermeidbar sein, wird ihr CO2-Ausstoß über die Klimakollekte kompensiert. Die Klimakollekte ist eine Initiative u.a. von „Brot für die Welt“ und MISEREOR. Kirchengemeinden oder Organisationen können ermitteln, welche Höhe an CO2-Emissionen sie nicht verhindern können und spenden einen entsprechenden Geldbetrag an die Organisation. Diese wiederum setzt sich in Entwicklungsländern für Projekte zugunsten von Menschen und der Schöpfung ein, in denen zum Beispiel Solar- oder Biogasprojekte umgesetzt werden, um Emissionen einzusparen. Mehr zur Aktion Klimakollekte findest du auf der Website der Klima-Kollekte.

 

Eine funktionierende IT-Struktur war und ist für alle Unternehmen in der Corona-Pandemie unumgänglich, um das Tagesgeschäft aufrechtzuerhalten. So geht es auch dem Erzbistum Köln. Genauso unumgänglich ist sie, um unserer Umwelt etwas Gutes zu tun. Das Arbeiten im Home-Office und der Dienstweg, der dadurch wegfällt, sorgt dafür, dass ein hoher Anteil an CO2-Emissionen gespart wird. Und müssen wir uns eigentlich unbedingt für jede Besprechung persönlich treffen? Auch Dienstreisen und Präsenz-Meetings können oft durch digitale Besprechungen ersetzt werden.  

MobilitätUndKirche

NETZWERK - MOBILITÄT UND KIRCHE

"Die Menschen müssen die Natur respektieren, sie schützen und für sie Sorge tragen. Aber unser exzessiver Verbrauch fossiler Brennstoffe und anderer Ressourcen tut Menschen und der Erde große Gewalt an. Der Klimawandel, der nur eine der Folgen des menschlichen Lebensstils und nationaler Politik ist, bedroht Gerechtigkeit und Frieden auf der ganzen Welt.“

So formuliert es die Erklärung über den Weg des gerechten Friedens der 10. Vollversammlung des Ökumenischen Rates der Kirchen. Die evangelische und die katholische Kirche in Deutschland, mit ihrer engmaschigen Präsenz im städtischen und ländlichen Raum, können ein wichtiger „Motor“ einer nachhaltigen Mobilitätskultur sein und sollten diese Chance auch nutzen.

Wir engagieren uns daher im bundesweiten Netzwerk "Mobilität und Kirche".

WUSSTEST DU SCHON?

  • ...sich der Personenverkehr seit den 90er-Jahren vervierfacht hat?
  • …Straßenverkehrslärm von 75 Prozent der Deutschen als Hauptlärmquelle in ihrem Alltag bezeichnet wird und sogar Krankheiten wie Bluthochdruck und Herzinfarkte auslösen kann?
  • …Fahrten zu Gottesdiensten, zur Arbeit und zu Gremiensitzungen im Erzbistum Köln mit ca. 12.000 Tonnen CO2 in etwa 13% des gesamten CO2-Ausstoßes im Erzbistum Köln ausmachen?